Woche 6 05/19/2009
 

So nun auch von mir mal wieder was. Ich hatte leider extrem viel zu tun und musste im Web 2.0_Seminar etwas vom Gas gehen. Die Arbeitsaufträge erledigen sich auch ohne mich, ich bin mit meiner Gruppe sehr zufrieden. Selbst "die Technik hiner dem Web 2.0" also HTML-Formatierung beherrschen die Gruppenmitglieder inzwischen. Respekt. Ich bin schwer beeindruckt und das ist bei mir nicht häufig so. Zu den Arbeitsaufträgen kann ich mich auch nur positiv äußern. Viele hier besprochene Dinge habe ich mir noch nicht wirklich angeschaut obwohl ich seit Beginn der Internetzeit (in Deutschland) online bin. Mein Strategie des Learning by Doing beschäftigt sich halt wenig mit Didaktik (Unnötig?).
Am meisten Probleme bereitet mir die konzentrierte Mitarbeit. Auch wenn ich jeden Tag mindestens 4 Stunden im Internet verbringe und Spaßß daran habe, muss ich mich dazu überwinden Arbeitsaufträge auszuführen. Der Gedanke der Verschulung des Internet bereitet mir irgendwie Kopfschmerzen. Die Verschulung der Gesellschaft dringt weiter in Bereiche ein, mit denen sie nicht zwingend zutun haben muss. Aber das ist mein persönliches Problem und keine Seminarkritik.
Nachdem nun die Vortragsvorbereitung von Bertrand-Stern-Vortrag abgeschlossen sind, habe ich nun wieder mehr Zeit zum Bloggen und Arbeiten.
Ich bin krank und muss ins Bett...

 
 

Nun sind 4 Wochen des Seminars vorrüber. Wir haben viel gelernt. Auch ich als alter Internethase habe viel gelernt. Viele Technologien sind mir noch unbekannt gewesen. Ich bin begeistert welche Möglichkeiten das Web 2.o hergibt. Gerade der Webquest (der leider noch nicht fertig ist) hat mir viel Spaß gemacht. Technisch finde ich ist es (wie wir es gemacht haben) leider sehr schwierig. ich habe noch niemandem unserer Gruppe erklärt, wie es funktioniert, hätte aber Interesse dies zu tun. Die erweiterte Arbeit mit HTML, die sich auch in meinem Lernziel wiederfindet, erleichtert das Verständnis der Technik ungemein.
An sonsten bin ich auch der Meinung, dass der Arbeitsaufwand schon recht hoch ist. Allerdings freut mich das, da es eine schöne Alternative zum trockenen Texte Lesen ist. Ich bin ja fast den ganzen Tag im Internet und habe so gelegentlich Zeit auf die Blogs zu schauen.
So, ich widme mich mal wieder meinem Mathematikseminar...

 
Web 2.0 Seminar 04/10/2009
 

Dies ist eine kleine Internetseite, die ich mal zum Test dieses wunderschön einfachen Web 2.0 Tools aufgebaut habe.
Doch erstmal zu mir. Ich bin Student für Grundschullehramt mit dem Hauptfach Philosophie und Ethik und befinde mich im 6. Semester. Ich habe bereits seit etwa 10 Jahren intensiven Kontakt mit dem Web, beeutet ich bin ausgebildeter Fachinformatiker. Ich habe selbst bereits viele Webseiten gebaut, hab mich aber in den letzten 6 Jahren kaum noch damit auseinander gesetzt.
Meine Seminarerwartungen sind eher persönlicher Natur. Ich habe den Eindruck, dass gerade die neuen Webtechniken viel Potential für alle Schulformen bereithalten. Gerade die moderne Webtechnik (Web 3.0?) erleichtert den teilnehmenden und nicht nur den konsumierenden Zugang enorm. Den Computer und das Internet in der Schule nicht einzusetzen ist schon fast ein Frevel.
Dieses Seminar in Bezug auf den Ethikunterricht durchzuführen verdanken wir sicher der Kompetenz unseres Seminarleiterteams (in der Grundschuldidaktik Deutsch kann ich mir soetwas nicht vorstellen, obwohl es da auch hingehört). Andererseits sind besonders Lerninhalte des Ethikunterrichts besonders gut für Web 2.0 Anwendungen geeignet.
Eigene Reflektion: Hierfür bieten sich Blogs besonders gut an, da man nicht nur Kommentare verfassen kann, sonden alle Beiträge Taggen kann, um sie Später eventuell strukturieren und in eine andere Web 2.0 Form zu übertragen.
Begriffsarbeit: Hierfür bietet sich besoders das Wiki an. Begriffe können miteinander Verknüpft werden, um so eine besondere Art des Begriffsnetzwerk aufzubauen.
Dikussionen: Foren als Diskussionsplattform bieten auch Menschen die Möglichkeit sich an Diskussionen zu beteiligen, wenn sie vielleicht nicht so schlagfertig sind oder ein zu leise Stimme haben. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass eine solche Dikussionen konstruktiver ist.
Allgemein bilden jegliche Art von Webanwendung eine besondere Art der persönlichen Kommunikation. Ob syncron oder asyncron, die jungen Menschen sind total heiß auf das neue Web. Wenn Lehrer da weitere Anregungen geben können, mach ich mir um Medienkompetenz weniger Sorgen.
Auch die Art der Seminardurchführung ist sicher zukunftsweisend. Freie Zeiteinteilung finde ich besonders klasse, da mein Terminplan gerade üerquillt, auch hierfür, Danke.

 
 

Eine Situation, die ich heute in der Schule erlebte. Was Erziehung so alles anrichten kann.
15:30, es ist Hortzeit. Eine Junge Hortner (ich schätze etwa 23 Jahre) befindet sich mit mir in der Schulküche, die eine Durchreiche in den Speiseraum besitzt. Dort erscheint ein Junge aus der vierten Klasse und fragt, ob denn das Vesper schon vorbei wäre. Die Pädagogin anwortet ihm: "Ja, wir hatten von halb drei bis halb vier Vesper. Ich habe jemanden rumgeschickt, hat dir niemand bescheid gegeben?"
Der Junge: "Nein, wir hatten ja noch bis halb drei Unterricht. Und danach hab ich meine Hausaufgaben gemacht." (klingt doch erstmal sehr schön, dass dieser Junge soviel lernwillen zeigt, dann hatt er sich ja jetzt ein ordentliches Vesper verdient, oder doch nicht?)
Pädagogin: "Na dann musst du das nächste mal direkt nach dem Unterricht kommen, jetzt habe ich schon alles weggeräumt. Wir können hier nicht alles so ewig stehen lassen, die Butter zum Beispiel."
Der Junge schaute traurig drein und weiß garnicht, was er jetzt eigentlich falsch gemacht hat. Ich warte, dass sie reagiert und ihm nochmal etwas Butter, ein Messer und eine Scheibe Brot (die sie gerade in eine Schüssel gelegt und mit Frischhaltefolie überdeckt hat) gibt, doch sie sieht nicht ein jetzt nachzugeben.
Ich frage nach, warum sie dem Schüler nicht noch etwas zu essen geben kann?
Sie sagt: "Weil das Vesper jetzt schon seit einer Stunde hier steht und er hätte auch eher kommen können."
Dann sagte ich, dass es ja wohl kein Problem sei, ihm noch etwas zu essen zu geben und warum das Vesper nur genau bis 15:30 ging. Sie antwortete: "Ja, das Vesper geht prinzipell immer bis halb vier."
Das ist echt ein starkes Stück. Ich habe sie danach dann doch überzeugen können, dem Jungen die Schüssel mit den Brotscheiben hinzustellen (welch eine Arbeit). Er war mit seiner trockenen Brotscheibe sehr zufrieden und dampfte ab.
Was ging nur in dieser Frau vor, als sie versuchte den Schüler vom Essen abzuhalten? Welche Motivation hatte sie? Fragen, die sie sich offenbar nicht gestellt hat. Sie musste einfach nur zeigen, dass sie Macht besitzt. Was für eine Welt. Die Motivation war sicherlich dem Jungen zu lehren: "Es gibt Situationen im Leben, da hat man einfach mal Pech, weil man am kürzeren Hebel sitzt. Gegessen wird nur von halb drei bis halb vier, der Rest darf am Tisch kauen."

 
 

Ich lese gerade wieder Arnold Mindell und fand einen sehr schönen Satz zum Thema Probleme. Mindell: "Problems are the fastest way to healing."
In diesem Zusammenhang habe ich auch an mein eigenes Leben gedacht und mir wurde klar, dass ich oft Dinge kritisiere, nicht, weil ich sie wirklich schlecht finde und eine andere Meinung habe, sondern, um ein Problem aufzuwerfen. "Problem based Learning" ist heute in Schulen ein großes Thema. Wenn ich Probleme finde suche ich automatisch nach Lösungen, um mein eigenes Gleichgewicht herzustellen. Dies ist die Heilung, die Mindell hier ausdrücken will.
Die Arbeit in der Schule ist für viele Lehrer oft die der Problemvermeidung. Perfekte Unterrichtsplanung, perfekte Noten, perfektes Auftreten.... möglichst keine Schwächen, also auch keine Probleme zeigen. Das nehmen uns die Schüler einfach nicht ab. Ihre Welt besteht aus vielen Problemen, die sie meist selber lösen müssen. Erwachsene versuchen dann noch zusätzlich ihre - nicht authentischen - Probleme auf das Kind zu übertragen, was sich im Lehrplan wieder findet. Eine Heilung kann da nicht stattfinden.

 
Willkommen 01/13/2009
 

Auf dieser Seite werde ich Dinge veröffentlichen, die ich für andere zur Verfügung stellen will.

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